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Olga Röper

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Y
oga wird oftmals mit „unity-Einheit“ übersetzt. Ich finde das sehr passend. Bist du im Zustand des Yogas, ist alles EINS, nichts ist voneinander getrennt, vom Nachmittag mit deinen Babysitterkindern bis hinzu zum Rechnungen schreiben. Alles ist verbunden mit diesem roten Faden der Zufriedenheit. An machen Tagen ist Yoga allerdings für mich nur eine körperliche Aktivität bei der verschiedene Übungen mit dem Atem verbunden werden und im Anschluss eine Runde stilles Sitzen praktiziert wird. Diese Techniken des Yogas können uns jedoch auf jeden Fall dem Zustand des Yogas näherbringen.
Nach meiner langjährigen Yogaerfahrung bei Jivamukti Yoga habe ich mich entschieden Anfang 2016 meine Yogalehrerausbildung (200h) bei Trimurti Yoga in Indien zu machen. In dieser wurde vor allem auf die Yogastile: Yin Yoga, Ashtanga Yoga und Vinyasa Yoga eingegangen.

Zu meinem Wissen haben neben dieser Ausbildung auch Workshops bei Manorama, Mark Whitwell, Gurmukh Kaur Khalsa sowie Kino Macgregor und Dan Caplan (beide Ashtanga Yoga) beigetragen. Das Üben in verschieden Yogastudios und bei unterschiedlichen Lehrern erweitert mein Wissen täglich.

Erzähl uns von der ersten Yoga-Klasse, an der Du je teilgenommen hast.

Meine Mutter hat mich mit 12 Jahren in einem Yogakurs für junge Teenager angemeldet. Der wöchentliche Kurs war damals schon fast existenziell für mich und ich habe ihn ungern ausfallen lassen. Als junges Mädchen ist man so unsicher mit seinem Körper und mit dessen neuen Vorgängen. Unsere damalige Lehrerin hat uns nicht nur Asanas gegen Regelschmerzen beigebracht, sondern auch einen Raum ohne Konkurrenz und mit einer entspannten Atmosphäre zum „Loslassen“ geschaffen. Dafür bin ich ihr bis heute dankbar.

Gab es einen Wendepunkt oder ein Ereignis, dass Deine Yoga-Praxis nachhaltig beeinflusst hat?

Meine Erfahrung mit Ashtanga Yoga hat meine Yoga-Praxis nochmal revolutioniert. Durch die so traditionelle Technik des Ashtanga-Yogas (1.Atem, 2. Bandha /Verschluss, 3. Asana / Haltung, 4. Drishti / Blickrichtung) habe ich mich so stark wie nie zuvor mit dem Leben verbunden gefühlt.

Rational lässt sich das für mich nur anhand des Atems erklären. Im Ashtanga Yoga hörst du manchmal nichts anderes als den Atem und das ist letztendlich die Essenz alles Lebendigen.

Gleichzeitig ist die Ashtanga-Praxis ein sehr anspruchsvoller und herausfordernder Yogastil, der nicht jedermanns Sache ist, diese Verbindung zu spüren.

Wann oder wodurch wußtest Du, dass Du Yogalehrerin werden wolltest?

Für mich ist die Yogapraxis, wie für einen Künstler seine Kunst. Wenn man einen Künstler fragt, wann er Künstler geworden sei, wird er einem das auch nicht beantworten können. Mit dem ersten Strich auf einem Papier? Mit dem ersten verkauftem Bild? Mit Abschluss der Kunstuniversität?

Für ihn ist Kunst seine Existenz. So in etwa ist es die Yogapraxis für mich auch. Ich bezeichne mich immer noch als Yogaschüler auch wenn ich momentan viele Stunden unterrichte und ich weiß auch, wenn ich mal keine Yogastunden mehr unterrichten werde, werde ich immer noch Yoga lehren.

Also, weiß ich ehrlich gesagt nicht, wann genau der Wunsch aufkam …

Gibt es einen tollen Rat, den Du Deinen Yoga-Schülern mit auf den Weg geben kannst?

Du wirst dein ganzes Leben atmen, also lege die meiste Konzentration auch während der körperlichen Praxis darauf, das vereinfacht alles. Versprochen.

Was können Yoga-Schüler von Deinen Klassen erwarten?

In meine Unterricht liegt der Fokus auf der physischen Aktivität und der dazu gehörenden Atmung, wie in den meisten Hatha-Yogastilen. Verschiedene traditionelle Yogahaltungen werden über den bewusst eingesetzten Atem miteinander verbunden. Die Sequenzen der zusammengeführten Yogahaltungen sprechen im ausgewogenem Wechselspiel das parasympathische (ruhende) und sympathische (aktive)  Nervensystem an, sodass du die Yogastunde meist mit einem ausgewogenem Gefühl verlässt.